In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Konfliktmanagement (ZKM) Stellen Dr. Christian Groß und Volker Schlehe dar, wie der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) verschiedene Formen der alternativen Streitbeilegung miteinander verzahnt.
Der Aufsatz beschreibt die konsensualen und hybriden Ansätze der SGH-Verfahrensordnung. Dazu gehören die kombinierte Mediations- und Schiedsklausel sowie die Möglichkeit, ein laufendes Schiedsverfahren für eine Mediation zu unterbrechen. Zudem wird erläutert, wie einzelne Bewertungsfragen in ein Schiedsgutachterverfahren übergeleitet werden können. Ergänzend weist der Beitrag darauf hin, dass der SGH bei technisch geprägten Sachverhalten nach § 9 Abs. 5 Satz 2 der Schiedsregeln vorrangig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige aus dem IHK-Verzeichnis als Beisitzer vorschlagen kann. Dies ermöglicht es, technisches Fachwissen unmittelbar in die Entscheidungsfindung einzubinden und unterstützt insbesondere die effiziente Behandlung komplexer Sachverhalte.
Insgesamt bietet der Beitrag eine kompakte Zusammenfassung der strukturellen Besonderheiten des SGH und zeigt, wie konsensuale, hybride und fachlich ausgerichtete Elemente zu flexiblen und bedarfsgerechten Streitbeilegungsverfahren beitragen.
Fundstelle: Groß/Schlehe, Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK: Ein Beitrag zur Stärkung der Streitbeilegung in Deutschland, ZKM 2025, 213–216
