Arbitration Court

IHK

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit – Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) erweitert sein Qualifizierungsangebot und startet in Kooperation mit der IHK Akademie München und Oberbayern im Herbst 2026 erstmals einen acht­tägigen Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit. Der Lehrgang richtet sich an Juristinnen und Juristen sowie erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die Schiedsverfahren künftig führen, begleiten oder aus Unternehmenssicht steuern möchten. Angesprochen sind damit insbesondere– angehende und tätige Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter,– Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte als Parteivertreter,– Inhousejuristinnen und Inhousejuristen, die Schiedsverfahren in Unternehmen verantworten oder begleiten, sowie– Sachverständige mit technischer oder wirtschaftlicher Expertise, die bei technisch geprägten Streitigkeiten als beisitzende Schiedsrichter in Betracht kommen. Der Lehrgang vermittelt kompakt und praxisnah die rechtlichen Grundlagen des Schiedsverfahrens, strategische Aspekte der Verfahrensführung sowie kommunikative Kompetenzen für den professionellen Umgang mit komplexen wirtschaftsrechtlichen und technisch geprägten Streitigkeiten. Nach erfolgreichem Abschluss und bestandenem Praxistest erhalten die Teilnehmenden ein IHK-Zertifikat, mit dem sie ihre besondere Qualifikation im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit nachweisen können. Der Zertifikatslehrgang leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Professionalisierung von Schiedsverfahren und zur Stärkung schiedsrechtlicher Expertise in Unternehmen und Kanzleien. Nähere Informationen zu dem Zertifikatslehrgang und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:  Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK | IHK Akademie

Neue Informationsbroschüre zum Schiedsgerichtshof bei der DIHK

Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) hat eine neue Informationsbroschüre veröffentlicht, in der das bundesweit einheitliche Schiedsangebot der IHK-Organisation vorgestellt wird. Die Broschüre gibt einen kompakten Überblick über Aufbau und Arbeitsweise des SGH und erläutert, wie SGH-Verfahren organisatorisch und technisch durchgeführt werden. Der Ablauf eines SGH-Schiedsverfahrens – von der Schiedsvereinbarung bis zum Schiedsspruch – wird dabei übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt. Darüber hinaus werden zentrale Elemente der SGH-Schiedsordnung erläutert, darunter die digitale Verfahrensführung über die Verfahrensmanagementplattform (VMP), die eine strukturierte, papierlose und ortsunabhängige Abwicklung der Verfahren ermöglicht, die vorgesehenen Zeitrahmen, der Einsatz von Videoverhandlungen sowie die Möglichkeit, Schiedsverfahren mit Mediation zu verbinden. Die Broschüre richtet sich an Unternehmen, In-house-Juristinnen und -Juristen sowie an beratende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die sich über das Schiedsverfahren beim SGH informieren möchten. Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

Queen Mary-Studie 2025: London und Singapur führend in der Schiedsgerichtsbarkeit – KI auf dem Vormarsch

Die aktuelle Studie von White & Case und der Queen Mary University of London (White & Case / QMUL), vorgestellt anlässlich der Paris Arbitration Week 2025, bestätigt erneut die führende Rolle von London und Singapur als weltweit bevorzugte Schiedsorte. Trotz wachsender Bedeutung des asiatisch-pazifischen Raums bleibt London auf Platz 1, gefolgt von Singapur sowie weiteren Zentren wie Hongkong, Peking und Paris. Ein zentrales Thema der Studie ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schiedsgerichtsbarkeit. Über 90 % der Befragten rechnen mit der baldigen Nutzung von KI für Recherchen, Datenanalysen und Dokumentenprüfung. Gleichzeitig lehnt eine Mehrheit den Einsatz von KI bei der Begründung von Schiedssprüchen ab – menschliches Urteilsvermögen bleibt unerlässlich. Weitere Ergebnisse: Ein Vorschaubericht zur Studie – die vollständige Studie wird im Mai 2025 veröffentlicht – findet sich unter www.globalarbitrationreview.com. Auffällig ist, dass Deutschland – soweit ersichtlich – in der Studie überhaupt nicht erwähnt wird. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass der Standort im internationalen Vergleich weiterhin im hinteren Feld liegt. In diesem Kontext will der Schiedsgerichtshof (SGH) zusammen mit den 79 Industrie- und Handelskammern und dem weltweiten Netz der deutschen Auslandshandelskammern insbesondere die Bedürfnisse der mittelständischen Wirtschaft in den Blick nehmen und einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung alternativer Streitbeilegung leisten.

Rückblick: Informationsveranstaltung der Handelskammer Hamburg zum neuen Schiedsgerichtshof bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH)

Gemeinsam mit Kollegen der Handelskammer Hamburg und der Handelskammer Bremen hat das Team des neuen Schiedsgerichtshofs der DIHK am vergangenen Mittwoch (05. Februar 2025) im Merkur-Zimmer der Handelskammer Hamburg einem interessierten Kreis von Schiedspraktikern und Unternehmen das Konzept des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) vorgestellt. Beleuchtet wurden u. a. die Hintergründe der Gründung des SGH, mit der die DIHK den Gesetzesauftrag aus der Novelle des IHK-Gesetzes vom 11. August 2021 umsetzt. Gemeinsames Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch der exportorientierten deutschen Wirtschaft schnelle und unkomplizierte Lösungen auf dem Gebiet der alternativen Konfliktlösung zu bieten und damit die lange Tradition der IHKs fortzuführen und weiterzuentwickeln. Der SGH ist damit Teil der Umsetzung eines umfassenden Gesetzesrahmens, der den Justiz- und Schiedsstandort Deutschland stärken soll. Auf dem Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit hält der SGH mit dem SGH-Schiedsverfahren ein eigenes Angebot vor. Neben der Effizienz, den Kosten und der Flexibilität des neuen SGH-Verfahrens stand vor allem die digitale Abwicklung der Verfahren mittels der neuen Verfahrensmanagementplattform (VMP) im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese ermöglicht es, den gesamten Verfahrensablauf und insbesondere den Austausch verfahrensrelevanter Dokumente vollständig online zu organisieren. Zustellungsprobleme werden entschärft, Papierdokumente gehören der Vergangenheit an, und alle Termine sowie Unterlagen sind jederzeit im Blick. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten sich davon überzeugen, wie die VMP das Verfahren vereinfacht und beschleunigt. Fotocredit: HKHH / DIHK