Arbitration Court

News

Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK – Start: 19. September 2026

Informieren Sie sich unverbindlich im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung am 17. Juli 2026, 12:30 Uhr (Zoom) Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.ihk-akademie-muenchen.de/wirtschaftsmediation/schiedsrichter-wirtschaftsstreitigkeiten/ Erweitern Sie Ihr anwaltliches Profil um eine gefragte Kompetenz im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung. Schiedsverfahren sind ein zentraler Bestandteil moderner Streitbeilegung. Unternehmen erwarten effiziente, vertrauliche und international anschlussfähige Lösungen. Für Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen bedeutet das: Wer Schiedsverfahren professionell führen oder begleiten möchte, benötigt fundiertes Verfahrenswissen und praktische Erfahrung. Die inhaltliche Ausrichtung des Lehrgangs basiert auf der Expertise erfahrener Praktikerinnen und Praktiker des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH). Der Zertifikatslehrgang „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“ vermittelt Ihnen fundiertes Praxiswissen für die Begleitung und Durchführung von Schiedsverfahren. Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in den wesentlichen rechtlichen und strategischen Aspekten der Schiedsgerichtsbarkeit und erwerben die Kompetenz, Der Lehrgang richtet sich insbesondere an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die ihre Expertise im Bereich Litigation, Dispute Resolution und Wirtschaftsrecht ausbauen, ihr Beratungsportfolio erweitern und sich als kompetente Ansprechpartner für Schiedsverfahren positionieren möchten. Mit dem Westerham Management Training der IHK Akademie München und Oberbayern erhalten Sie einen praxisorientierten Einblick in die moderne Schiedsgerichtsbarkeit und schaffen die Grundlage für eine Tätigkeit in diesem anspruchsvollen und zukunftsrelevanten Rechtsgebiet. Erweitern Sie Ihre anwaltliche Expertise um die Qualifikation „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“. Rahmendaten: Für Solo-Selbstständige ist eine Förderung über das KOMPASS-Programm (ESF Plus) möglich – mit Zuschüssen von bis zu 4.500 € bzw. bis zu 90 % der Kosten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung.

Fotoimpressionen zur SGH-Veranstaltung: „Streitbeilegung für Unternehmen im Wandel – zwischen Commercial Courts und Schiedsgerichtsbarkeit“ – 22. Juni 2026 in Berlin|DIHK

Am 22. Juni 2026 kamen auf Einladung des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Justiz und Wirtschaft in Berlin zusammen und sprachen über die Zukunft der Konfliktlösung für Unternehmen.  Unser Dank gilt allen, die mit uns diskutiert und wertvolle Perspektiven eingebracht haben. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Streitbeilegungssystems liegt. Streitbeilegung darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist Teil einer modernen Wirtschaftsordnung – und ein zentraler Faktor für die Stärkung des Justiz- und Streitbeilegungsstandorts Deutschland. Unternehmen brauchen Verfahren, die schnell, verlässlich, wirtschaftlich sinnvoll und international anschlussfähig sind. Staatliche Justiz – insbesondere Commercial Courts und Commercial Chambers, Schiedsgerichtsbarkeit, Mediation und digitale Instrumente entwickeln sich parallel weiter – und reagieren auf vergleichbare Erwartungen der Wirtschaft. Entscheidend ist daher, dass wir diese Instrumente nicht gegeneinander stellen, sondern ihre jeweiligen Stärken gezielt nutzen und gemeinsam weiterentwickeln. Genau hier setzt der SGH an – als wirtschaftsnahes Angebot, das Unternehmen Orientierung bietet und praxisnahe Lösungen entwickelt.

Veranstaltungshinweis: Streitbeilegung im Wandel

Welche Anforderungen stellen Unternehmen heute an Alternativen zur gerichtlichen Auseinandersetzung – und welche Trends prägen die Streitbeilegung im Wirtschaftsleben? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH) am 22. Juni in Berlin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Streitbeilegung für Unternehmen im Wandel – zwischen Commercial Courts und Schiedsgerichtsbarkeit“ stehen aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der alternativen Streitbeilegung im B2B-Bereich. Denn während sich die staatliche Gerichtsbarkeit verändert und zunehmend auch auf Effizienz, Strukturierung, Spezialisierung und Internationalität setzt, differenziert sich der Markt der alternativen Streitbeilegung aus. Neue institutionelle Angebote entstehen, bestehende Formate werden angepasst. Am 22. Juni ordnen ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Justiz und Anwaltschaft ab 16 Uhr im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin unterschiedliche Modelle der Streitbeilegung ein, darunter auch den SGH. Nach einer Keynote von Prof. Dr. Christoph Althammer, Universität Regensburg, geht es in einer Paneldiskussion um die Frage, welche Rolle moderne Streitbeilegungsformate künftig für Unternehmen, den Mittelstand sowie den Rechts- und Wirtschaftsstandort Deutschland spielen werden. Ein Anmeldeformular gibt es hier.  Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze begrenzt ist. Die Vergabe erfolgt nach Eingang der Anmeldungen. Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) Als zentrale Anlaufstelle für alternative Konfliktlösung bei kaufmännischen Streitigkeiten bündelt der SGH, eine gemeinsame Einrichtung der IHK-Organisation, seit Ende 2024 die Schiedsgerichtsbarkeit für IHKs und AHKs. Einen kompakten Überblick über den Ansatz, die digitale Verfahrensplattform und die Bedeutung des SGH für eine effiziente wirtschaftsnahe Streitbeilegung finden Sie unter www.schiedsgerichtshof.de.

15th Baltic Arbitration Days & White Nights in Riga and Jurmala

Der Schiedsgerichtshof bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) wird in diesem Jahr an den Baltic Arbitration Days teilnehmen. Die Baltic Arbitration Days finden in diesem Jahr am 15. und 16. Juni 2026 statt. Bereits am 13. und 14. Juni können sich die Teilnehmer im Rahmen einer sogenannten Pre-Conference persönlich kennenlernen und fachlich austauschen. Die „Baltic Arbitration Days“ sind ein internationales Forum für Schiedsgerichtspraktiker und Wissenschaftler, das jedes Jahr im Juni in den lettischen Städten Riga und Jurmala stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung, die aus zwei Tagen mit Vorträgen und verschiedenen anderen Formaten besteht, können die Teilnehmer eine Vielzahl wichtiger Themen aus den Bereichen internationale Handels- und Investitionsschiedsgerichtsbarkeit diskutieren und erörtern. Der Schwerpunkt liegt zwar auf Mittel- und Osteuropa, doch nehmen regelmäßig auch Experten aus anderen Ländern und Regionen der Welt an den Veranstaltungen teil, um Vorträge zu halten. Lead-Organisator der Baltic Arbitration Days ist das Team von Klauberg BALTICS. Das vollständige Programm sowie Informationen zu Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter Baltic Arbitration Days

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit – Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Die IHK Akademie München und Oberbayern startet am 19. September 2026 erstmals den achttägigen Zertifikatslehrgang „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten (IHK)”. Das Curriculum des Lehrgangs wurde von Expertinnen und Experten des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH) entwickelt. Der Lehrgang richtet sich an Juristinnen und Juristen sowie erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die Schiedsverfahren künftig führen, begleiten oder aus Unternehmenssicht steuern möchten. Angesprochen sind damit insbesondere– angehende und tätige Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter,– Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte als Parteivertreter,– Inhousejuristinnen und Inhousejuristen, die Schiedsverfahren in Unternehmen verantworten oder begleiten, sowie– Sachverständige mit technischer oder wirtschaftlicher Expertise, die bei technisch geprägten Streitigkeiten als beisitzende Schiedsrichter in Betracht kommen. Der Lehrgang vermittelt kompakt und praxisnah die rechtlichen Grundlagen des Schiedsverfahrens, strategische Aspekte der Verfahrensführung sowie kommunikative Kompetenzen für den professionellen Umgang mit komplexen wirtschaftsrechtlichen und technisch geprägten Streitigkeiten. Nach erfolgreichem Abschluss und bestandenem Praxistest erhalten die Teilnehmenden ein IHK-Zertifikat, mit dem sie ihre besondere Qualifikation im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit nachweisen können. Der Zertifikatslehrgang leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Professionalisierung von Schiedsverfahren und zur Stärkung schiedsrechtlicher Expertise in Unternehmen und Kanzleien. Nähere Informationen zu dem Zertifikatslehrgang und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:  Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK | IHK Akademie

Referentenentwurf zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts – Fachkonsultation gestartet

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 27. Januar 2026 den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des deutschen Schiedsverfahrensrechts vorgelegt, nachdem ein entsprechender Entwurf in der vergangenen Legislaturperiode der Diskontinuität anheimgefallen war, und die Fachkreise und Verbände zur Stellungnahme bis zum 27. Februar 2026 eingeladen. Ziel des Entwurfs ist es, den Streitbeilegungsstandort Deutschland zu stärken und die Attraktivität Deutschlands als Austragungsort nationaler und internationaler Schiedsverfahren weiter zu erhöhen. Vorgesehen sind unter anderem erleichterte und technologieoffene Formerfordernisse für Schiedsvereinbarungen, die ausdrückliche Zulassung von Videoschiedsverhandlungen, die Möglichkeit elektronischer Schiedssprüche mit qualifizierter elektronischer Signatur sowie Erleichterungen beim Umgang mit englischsprachigen Dokumenten in gerichtlichen Verfahren. Zudem sollen Transparenz und Rechtsfortbildung durch die Möglichkeit der Veröffentlichung von Schiedssprüchen mit Zustimmung der Parteien gefördert, Sondervoten klargestellt und ein außerordentlicher Rechtsbehelf in Form eines Restitutionsantrags eingeführt werden. Der SGH begrüßt die Zielrichtung des Referentenentwurfs und beabsichtigt, sich aktiv an der Konsultation zu beteiligen. Der Referentenentwurf sowie eine Synopse der geplanten Änderungen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums abrufbar: BMJV – Gesetzgebung – Gesetz zur zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts

DIHK-Podcast: Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte

In der aktuellen Folge des Podcasts „WirtschaftsWissen“ der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) steht der Schiedsgerichtshof im Fokus. Unter dem Titel „Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte“ wird erläutert, wie Schiedsverfahren Unternehmen eine effiziente, vertrauliche und praxisnahe Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit bieten können. Der Podcast gibt Einblicke in Entstehung, Aufgaben und Besonderheiten des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK. Zugleich wird aufgezeigt, in welchen Konstellationen Schiedsverfahren für Unternehmen sinnvoll sein können – etwa bei komplexen wirtschaftlichen Streitigkeiten oder in laufenden Geschäftsbeziehungen, in denen eine schnelle, vertrauliche und verlässliche Klärung besonders wichtig ist. Der Beitrag richtet sich an alle, die sich einen kompakten Überblick über die Möglichkeiten moderner, wirtschaftsnaher Streitbeilegung im Wege der Schiedsgerichtsbarkeit verschaffen möchten. Zum Podcast: Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte

Neue Informationsbroschüre zum Schiedsgerichtshof bei der DIHK

Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) hat eine neue Informationsbroschüre veröffentlicht, in der das bundesweit einheitliche Schiedsangebot der IHK-Organisation vorgestellt wird. Die Broschüre gibt einen kompakten Überblick über Aufbau und Arbeitsweise des SGH und erläutert, wie SGH-Verfahren organisatorisch und technisch durchgeführt werden. Der Ablauf eines SGH-Schiedsverfahrens – von der Schiedsvereinbarung bis zum Schiedsspruch – wird dabei übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt. Darüber hinaus werden zentrale Elemente der SGH-Schiedsordnung erläutert, darunter die digitale Verfahrensführung über die Verfahrensmanagementplattform (VMP), die eine strukturierte, papierlose und ortsunabhängige Abwicklung der Verfahren ermöglicht, die vorgesehenen Zeitrahmen, der Einsatz von Videoverhandlungen sowie die Möglichkeit, Schiedsverfahren mit Mediation zu verbinden. Die Broschüre richtet sich an Unternehmen, In-house-Juristinnen und -Juristen sowie an beratende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die sich über das Schiedsverfahren beim SGH informieren möchten. Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

ZKM-Beitrag zu konsensualen und hybriden Streitbeilegungsansätzen beim SGH erschienen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Konfliktmanagement (ZKM) Stellen Dr. Christian Groß und Volker Schlehe dar, wie der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) verschiedene Formen der alternativen Streitbeilegung miteinander verzahnt. Der Aufsatz beschreibt die konsensualen und hybriden Ansätze der SGH-Verfahrensordnung. Dazu gehören die kombinierte Mediations- und Schiedsklausel sowie die Möglichkeit, ein laufendes Schiedsverfahren für eine Mediation zu unterbrechen. Zudem wird erläutert, wie einzelne Bewertungsfragen in ein Schiedsgutachterverfahren übergeleitet werden können. Ergänzend weist der Beitrag darauf hin, dass der SGH bei technisch geprägten Sachverhalten nach § 9 Abs. 5 Satz 2 der Schiedsregeln vorrangig öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige aus dem IHK-Verzeichnis als Beisitzer vorschlagen kann. Dies ermöglicht es, technisches Fachwissen unmittelbar in die Entscheidungsfindung einzubinden und unterstützt insbesondere die effiziente Behandlung komplexer Sachverhalte.Insgesamt bietet der Beitrag eine kompakte Zusammenfassung der strukturellen Besonderheiten des SGH und zeigt, wie konsensuale, hybride und fachlich ausgerichtete Elemente zu flexiblen und bedarfsgerechten Streitbeilegungsverfahren beitragen.Fundstelle: Groß/Schlehe, Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK: Ein Beitrag zur Stärkung der Streitbeilegung in Deutschland, ZKM 2025, 213–216

SGH bei IRZ-Fachtagung in Armenien vertreten

Am 5. und 6. Dezember 2025 fand in Eriwan eine Fachtagung der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) gemeinsam mit dem Deutschen Wirtschaftsverband Armenien (DWV) statt. Im Mittelpunkt standen Fragen der internationalen Streitbeilegung, der Gestaltung von Export- und Importverträgen sowie des Investitionsschutzes. Teilgenommen haben unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des armenischen Justizministeriums, der Handels- und Industriekammer, der Anwaltskammer sowie Mitgliedsunternehmen des DWV. Der SGH wurde durch seinen Geschäftsführer Dr. Christian Groß vertreten. In seinem Vortrag stellte er Grundzüge der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit vor, ging auf die Abgrenzung zu anderen ADR-Verfahren, die Gestaltung von Schiedsklauseln, institutionelle und ad-hoc-Verfahren, Vollstreckungsfragen, Beweisaufnahme und digitale Verfahrensführung ein und erläuterte anschließend die Schiedsordnung des SGH. Die Beteiligung des SGH bot der armenischen Seite die Möglichkeit, Einblicke in aktuelle Entwicklungen der institutionellen Streitbeilegung in Deutschland zu gewinnen. Die Veranstaltung unterstützt damit den weiteren Austausch zu Fragen moderner wirtschaftsrechtlicher Verfahren und stärkt den fachlichen-juristischen Dialog zwischen den beiden Ländern.

Veranstaltungsrückblick – SGH goes Bremen: Großes Interesse an moderner Konfliktlösung für den Mittelstand

Am 4. September 2025 informierten die Handelskammern Bremen und Hamburg gemeinsam mit dem Schiedsgerichtshof der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) sowie der Kanzlei Ahlers & Vogel Rechtsanwälte PartG mbB über das SGH-Verfahren und die Möglichkeiten digital unterstützter Schiedsverfahren – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In den Räumlichkeiten der Handelskammer Bremen erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in die neue Verfahrensordnung sowie die Nutzung der Verfahrensmanagementplattform (VMP) des SGH zur effizienten digitalen Begleitung von Schiedsverfahren. Ziel der Veranstaltung war es, Unternehmen das Angebot des SGH als moderne, effiziente und kostengünstige Alternative zur gerichtlichen Streitbeilegung vorzustellen. Das Interesse war groß – insbesondere aufgrund der praxisnahen Darstellung und der konkreten Vorteile für den Mittelstand. Die weitgehend digital organisierte Verfahrensabwicklung – von der Antragstellung über die Kommunikation bis hin zur Entscheidung – ermöglicht eine zügige, kostengünstige und papierlose Konfliktlösung. Die mündliche Verhandlung bleibt dabei ein zentraler Bestandteil des Verfahrens, kann jedoch bei Bedarf auch per Videokonferenz durchgeführt werden. Die Handelskammern Bremen und Hamburg unterstützen den SGH nicht nur organisatorisch, sondern integrieren das Angebot des SGH aktiv in ihr Leistungsspektrum. Damit stärken sie das hanseatische Engagement für eine zukunftsorientierte, außergerichtliche Konfliktlösung im Wirtschaftsraum Norddeutschland.

Delegation des Justizministeriums Tansanias zu Gast beim Schiedsgerichtshof

Anfang Juli empfing der SGH eine Delegation des Justizministeriums der Vereinigten Republik Tansania zu einem fachlichen Austausch. Im Mittelpunkt des Besuchs stand ein Dialog über alternative Streitbeilegungsverfahren in beiden Ländern. Besonderes Interesse zeigte die Delegation am Aufbau und der Funktionsweise des SGH sowie an den Rahmenbedingungen für Schiedsgerichtsbarkeit in Deutschland. Im Kontext geplanter Reformvorhaben in Tansania wurden zudem Möglichkeiten erörtert, wie die tansanische Regierung ADR – insbesondere Schiedsverfahren – zukünftig gezielt fördern könnte. Der SGH freut sich über das internationale Interesse an seiner Arbeit und auf den weiteren länderübergreifenden Austausch über effektive und unabhängige Streitbeilegung.

DIHK unterstützt Gesetzentwurf zur Digitalisierung der Ziviljustiz

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) begrüßt ausdrücklich den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Entwicklung und Erprobung eines Online-Verfahrens in der Zivilgerichtsbarkeit (OVErpG). In ihrer aktuellen Stellungnahme spricht sich die DIHK für ein nutzerfreundliches, digitales Verfahren aus, das insbesondere bei Streitigkeiten mit geringem Streitwert den Zugang zum Recht effizienter und zeitgemäßer gestalten soll. Die geplante Justizreform greift Anliegen auf, die auch für den Schiedsgerichtshof als zukunftsweisend gelten: Der Einsatz digitaler Elemente – etwa einer Verfahrensmanagementplattform für die gesamte Kommunikation – ist bereits Bestandteil der Verfahrensordnung des SGH. So wird ein modernes, strukturiertes und unternehmensnahes Streitbeilegungsverfahren auch in der staatlichen Gerichtsbarkeit gefördert. Kritisch sieht die DIHK allerdings den vorgesehenen Testzeitraum von zehn Jahren. Eine deutlich kürzere Erprobungsphase mit begleitender Evaluation wäre aus Sicht der Wirtschaft zielführender und würde der schnellen Weiterentwicklung digitaler Technologien besser Rechnung tragen. Die vollständige Stellungnahme der DIHK finden Sie hier:

Queen Mary-Studie 2025: London und Singapur führend in der Schiedsgerichtsbarkeit – KI auf dem Vormarsch

Die aktuelle Studie von White & Case und der Queen Mary University of London (White & Case / QMUL), vorgestellt anlässlich der Paris Arbitration Week 2025, bestätigt erneut die führende Rolle von London und Singapur als weltweit bevorzugte Schiedsorte. Trotz wachsender Bedeutung des asiatisch-pazifischen Raums bleibt London auf Platz 1, gefolgt von Singapur sowie weiteren Zentren wie Hongkong, Peking und Paris. Ein zentrales Thema der Studie ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schiedsgerichtsbarkeit. Über 90 % der Befragten rechnen mit der baldigen Nutzung von KI für Recherchen, Datenanalysen und Dokumentenprüfung. Gleichzeitig lehnt eine Mehrheit den Einsatz von KI bei der Begründung von Schiedssprüchen ab – menschliches Urteilsvermögen bleibt unerlässlich. Weitere Ergebnisse: Ein Vorschaubericht zur Studie – die vollständige Studie wird im Mai 2025 veröffentlicht – findet sich unter www.globalarbitrationreview.com. Auffällig ist, dass Deutschland – soweit ersichtlich – in der Studie überhaupt nicht erwähnt wird. Dies verdeutlicht einmal mehr, dass der Standort im internationalen Vergleich weiterhin im hinteren Feld liegt. In diesem Kontext will der Schiedsgerichtshof (SGH) zusammen mit den 79 Industrie- und Handelskammern und dem weltweiten Netz der deutschen Auslandshandelskammern insbesondere die Bedürfnisse der mittelständischen Wirtschaft in den Blick nehmen und einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung alternativer Streitbeilegung leisten.

Standortfaktor Streitbeilegung: Prof. Dr. Stephan Wernicke im Interview mit der NJW

In einem Interview mit der NJW erläutert Stephan Wernicke, Chefjustiziar der DIHK und Vorsitzender des SGH, dass Deutschland sein Potenzial als Schiedsstandort bisher nicht voll ausschöpfe. Der neu geschaffene DIHK-Schiedsgerichtshof (SGH) solle insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine schnelle und wirtschaftsnahe Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit bieten. Wernicke hebt hervor, dass die geplanten Commercial Courts auf komplexe Wirtschaftsstreitigkeiten mit hohen Streitwerten ausgerichtet seien. Der SGH biete hingegen eine flexiblere und vertraulichere Lösung für Streitwerte aller Größenordnungen. Zugleich könnten Unternehmen Schiedsrichter, Verfahrenssprache und Verhandlungsort selbst bestimmen. Zudem ermögliche der SGH ein digitales und effizientes Verfahren, das sich besonders für international tätige Firmen eigne. Schiedssprüche seien auch anders als Urteile der Commercial Courts nahezu weltweit vollstreckbar. Der DIHK-Schiedsgerichtshof solle dazu beitragen, Deutschland als attraktiven Standort für wirtschaftsnahe Streitbeilegung zu stärken. Wernicke sehe darin einen wichtigen Schritt, um Unternehmen eine effiziente Alternative zu langwierigen Gerichtsverfahren zu bieten. Zum vollständigen Interview: beck-aktuell (Tobias Freudenberg)

6. Bayerischer Mediationstag am 21. Mai 2025

Einladung zum 6. Bayerischen Mediationstag: Innovation im Konfliktmanagement

Am 21. Mai 2025 findet der 6. Bayerische Mediationstag in München statt. Unter dem Motto „Inspirationen für ein innovatives Konfliktmanagement in Gesellschaft, Wirtschaft und Rechtspflege“ tauschen sich Expert:innen und Interessierte über neue Methoden der Mediation aus. In interaktiven Knowledge Cafés werden aktuelle Themen wie digitale Konfliktlösung, interkulturelle Mediation und spielerische Ansätze behandelt. Ziel ist es, innovative Strategien für eine nachhaltige und interessengerechte Streitbeilegung zu entwickeln. Die Veranstaltung bietet eine wertvolle Plattform für fachlichen Austausch, praxisnahe Impulse und Networking. Veranstaltet wird das Event von der IHK München und Oberbayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz. Das vollständige Tagungsprogramm sowie die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier: www.bayerischermediationstag.de Die Teilnehmerzahl ist begrenzt – sichern Sie sich frühzeitig Ihre Wunschthemen! Anmeldeschluss ist der 07. Mai 2025.

Prof. Dr. Reinhard Greger – DIHK eröffnet neue Wege zur Beilegung von Wirtschaftskonflikten

Prof. Dr. Reinhard Greger hat in der MDR 2025 (R29-R32) einen Beitrag über die neuen Wege zur Beilegung von Wirtschaftskonflikten durch den Schiedsgerichtshof (SGH) veröffentlicht. Der Artikel beleuchtet das SGH- Schiedsgerichtsverfahren, das Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene eine effiziente, transparente und kostengünstige Alternative zu traditionellen Gerichtsverfahren bietet. Prof. Dr. Greger erklärt: „Das Verfahren des SGH könnte einen Vorreiter für eine grundlegende Reform des Zivilprozesses darstellen und damit neue Maßstäbe für die Streitbeilegung setzen.“ Besonders betont wird die Flexibilität des Verfahrens, das sowohl bei niedrigeren Streitwerten als auch bei komplexeren Fällen eingesetzt werden kann. Weitere Details zur Funktionsweise und den Vorteilen dieses neuen Verfahrens finden Sie im vollständigen Beitrag – Quelle: Greger, Monatsschrift für Deutsches Recht (MDR) 2025, R29-R32. Informationen zu Prof. Dr. Reinhard Greger finden Sie auf seiner Website.

Rückblick: Informationsveranstaltung der Handelskammer Hamburg zum neuen Schiedsgerichtshof bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH)

Gemeinsam mit Kollegen der Handelskammer Hamburg und der Handelskammer Bremen hat das Team des neuen Schiedsgerichtshofs der DIHK am vergangenen Mittwoch (05. Februar 2025) im Merkur-Zimmer der Handelskammer Hamburg einem interessierten Kreis von Schiedspraktikern und Unternehmen das Konzept des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) vorgestellt. Beleuchtet wurden u. a. die Hintergründe der Gründung des SGH, mit der die DIHK den Gesetzesauftrag aus der Novelle des IHK-Gesetzes vom 11. August 2021 umsetzt. Gemeinsames Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch der exportorientierten deutschen Wirtschaft schnelle und unkomplizierte Lösungen auf dem Gebiet der alternativen Konfliktlösung zu bieten und damit die lange Tradition der IHKs fortzuführen und weiterzuentwickeln. Der SGH ist damit Teil der Umsetzung eines umfassenden Gesetzesrahmens, der den Justiz- und Schiedsstandort Deutschland stärken soll. Auf dem Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit hält der SGH mit dem SGH-Schiedsverfahren ein eigenes Angebot vor. Neben der Effizienz, den Kosten und der Flexibilität des neuen SGH-Verfahrens stand vor allem die digitale Abwicklung der Verfahren mittels der neuen Verfahrensmanagementplattform (VMP) im Mittelpunkt der Veranstaltung. Diese ermöglicht es, den gesamten Verfahrensablauf und insbesondere den Austausch verfahrensrelevanter Dokumente vollständig online zu organisieren. Zustellungsprobleme werden entschärft, Papierdokumente gehören der Vergangenheit an, und alle Termine sowie Unterlagen sind jederzeit im Blick. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten sich davon überzeugen, wie die VMP das Verfahren vereinfacht und beschleunigt. Fotocredit: HKHH / DIHK

Schiedsgerichtshof bietet Verfahrensregeln auch auf Englisch an

Verfahren vor dem Schiedsgerichtshof (SGH) können ab sofort auch auf Englisch geführt werden. Die DIHK-Vollversammlung hat die englischsprachigen Schiedsregeln verabschiedet, die am 12. Dezember 2024 mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft traten. Beide Fassungen – Deutsch und Englisch – sind gleichberechtigte Originalfassungen. Die Wahl der Verfahrenssprache legt verbindlich die entsprechende Sprachfassung der Schiedsregeln fest.  Die Gleichrangigkeit beider Sprachversionen bietet insbesondere ausländischen Parteien Transparenz und Rechtssicherheit, da die englische Fassung eigenständig ausgelegt wird, ohne dass bei Auslegungsfragen auf den deutschen Sprachtext zurückgegriffen werden darf. Durch die Beschränkung auf zwei Sprachfassungen reduziert der SGH die Transaktionskosten, die mit der Vorhaltung weiterer Sprachfassungen verbunden wären, und berücksichtigt zugleich die Anforderungen des internationalen Geschäftsverkehrs. Die Schiedsregeln in Deutsch und Englisch finden Sie hier.

Einladung zur Informationsveranstaltung: Der neue IHK-Schiedsgerichtshof (SGH) – Schiedsverfahren einfach online führen

Mittwoch, 5. Februar 2025, 18:00 bis 19:30 Uhr Handelskammer Hamburg, Merkur-Zimmer Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg Wer wünscht sich das nicht: Wirtschaftsstreitigkeiten einfach komplett online abwickeln zu können? Kein Papierversand mehr, keine E-Mails, die mit Pech im Spam-Ordner verloren ge-hen, Termine und to-do-Listen auf einen Blick… Schon den Schiedsantrag können Sie online einreichen, und mit der Verfahrensmanagementplattform (VMP) können Sie danach alles digital abwickeln. Sie haben alle Termine und Unterlagen im Blick. Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter können sich auf das Wesentliche konzentrieren. Zustellungsprobleme, „Vorab“ und „Empfang bestätigt“-E-Mails uvm. gehören der Vergangenheit an.  Wir stellen Ihnen das neue Angebot des „Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer“ für eine schnelle und unkomplizierte Konfliktlösung vor, das gemeinsam von DIHK, IHKs und AHKs weiter ausgebaut wird. Eine Anmeldung ist erforderlich. Eine Anmeldebestätigung erhalten Sie direkt nach Online-Anmeldung per E-Mail. Sie können sich über diesen Link https://events.hk24.de/sgh verbindlich anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Reform des Schiedsverfahrensrechts: Experten plädieren für schnelle Umsetzung

Die geplante Reform des Schiedsverfahrensrechts in Deutschland wurde in einer Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestages am 4. Dezember 2024 grundsätzlich positiv aufgenommen. Experten betonten die Notwendigkeit, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode zu verabschieden, um Deutschland als attraktiven Standort für internationale Streitbeilegung zu stärken. Ein zentraler Streitpunkt war der Verzicht auf Formerfordernisse bei Schiedsgerichtsvereinbarungen. Während zum Teil vor Missbrauchspotenzial gewarnt wurde, argumentierten andere Stimmen für die Formfreiheit, da diese international erprobt sei und keine Streitflut verursache. Einige Experten schlugen vor, eine Textformregelung nach dem Vorbild des Bürgerlichen Gesetzbuchs einzuführen. Ein möglicher Kompromiss könnte die verpflichtende Dokumentation mündlicher Vereinbarungen sein. Ein weiterer Diskussionspunkt war die geplante Regelung zur Veröffentlichung von Schiedssprüchen. Kritiker befürchten, dass dadurch die Vertraulichkeit der Verfahren gefährdet sein könnte, insbesondere wenn die Parteien versäumen, rechtzeitig Widerspruch einzulegen. Selbst anonymisierte Schiedssprüche könnten Rückschlüsse auf die beteiligten Unternehmen zulassen. Die Bundesregierung rechtfertigt die Regelung damit, dass sie der Rechtsentwicklung dient. Positiv bewertet wurde die Möglichkeit, verfahrenssichernde Maßnahmen vor staatlichen Gerichten künftig auch in englischer Sprache durchzuführen. Diese Neuerung gilt ebenso für die neu einzurichtenden Commercial Courts, die ab dem 1. April 2025 tätig werden sollen, und die für die Überprüfung von Schiedssprüchen zuständig sein sollen. Trotz einzelner Kritikpunkte hatte sich die DIHK im Vorfeld zu dem Reformvorhaben ebenfalls überwiegend zustimmend geäußert. Sie sieht in der Reform eine Stärkung Deutschlands im Wettbewerb mit anderen Rechtsordnungen, wie etwa Österreich und der Schweiz. Allerdings weist die DIHK darauf hin, dass strukturelle Probleme des Schiedsstandorts nicht allein durch Änderungen im Verfahrensrecht gelöst werden können. Vor allem bei internationalen Streitfällen sei die Attraktivität des materiellen Rechts ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Schiedsorts.  Die vollständige Stellungnahme der DIHK finden Sie hier.

DIHK und DIS sprechen sich gegenüber dem Bundesministerium für Justiz (BMJ) für die Stärkung des Schiedsstandorts Deutschland aus

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an das Bundesministerium der Justiz (BMJ) gewandt, um zentrale Maßnahmen zur Stärkung des Schiedsstandorts Deutschland zu fordern. Das Schreiben enthält mehrere wesentliche Anregungen, die die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit nachhaltig verbessern sollen.