Schiedsgerichtshof

SGH

Wirtschaftliche Konflikte lösen – Ihre Erfahrungen sind gefragt

wirtschaftliche Konflikte gehören zum unternehmerischen Alltag. Zugleich ist die Zahl der Verfahren vor den staatlichen Zivilgerichten seit Jahren rückläufig. Wie Unternehmen heute mit Streitigkeiten umgehen, welche Wege der Konfliktlösung sie nutzen und welche Erwartungen sie an eine moderne Rechtsdurchsetzung haben, möchten die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) und die Agentur Wegweiser in einer bundesweiten Unternehmensbefragung näher untersuchen. Uns interessiert insbesondere, welche Erfahrungen Sie mit staatlichen Gerichten, Schiedsverfahren, Mediation und anderen Formen der Streitbeilegung gemacht haben. Welche Rolle spielen Schnelligkeit, Kosten, Verlässlichkeit und wirtschaftlicher Sachverstand? Und wo sehen Sie Verbesserungsbedarf? Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Rechtsarbeit. Wir möchten erfahren, wo KI heute bereits eingesetzt wird, welche Anforderungen Unternehmen insbesondere an Vertraulichkeit, Transparenz und Verlässlichkeit stellen und welche Auswirkungen sie durch den Einsatz von KI in den kommenden Jahren erwarten. Die Befragung dauert rund zehn bis zwölf Minuten. Gerne können Sie den Link auch innerhalb Ihres Unternehmens an Personen weiterleiten, die sich mit rechtlichen Fragen, der Bearbeitung wirtschaftlicher Konflikte oder der Streitbeilegung befassen.Die Ergebnisse werden veröffentlicht und anschließend mit Vertreterinnen und Vertretern aus Justiz, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Ihre Angaben werden selbstverständlich anonymisiert ausgewertet. Jetzt teilnehmen: Umfrage Konfliktlösung Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Teilnahme!

Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK – Start: 19. September 2026

Informieren Sie sich unverbindlich im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung am 17. Juli 2026, 12:30 Uhr (Zoom) Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.ihk-akademie-muenchen.de/wirtschaftsmediation/schiedsrichter-wirtschaftsstreitigkeiten/ Erweitern Sie Ihr anwaltliches Profil um eine gefragte Kompetenz im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung. Schiedsverfahren sind ein zentraler Bestandteil moderner Streitbeilegung. Unternehmen erwarten effiziente, vertrauliche und international anschlussfähige Lösungen. Für Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen bedeutet das: Wer Schiedsverfahren professionell führen oder begleiten möchte, benötigt fundiertes Verfahrenswissen und praktische Erfahrung. Die inhaltliche Ausrichtung des Lehrgangs basiert auf der Expertise erfahrener Praktikerinnen und Praktiker des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH). Der Zertifikatslehrgang „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“ vermittelt Ihnen fundiertes Praxiswissen für die Begleitung und Durchführung von Schiedsverfahren. Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in den wesentlichen rechtlichen und strategischen Aspekten der Schiedsgerichtsbarkeit und erwerben die Kompetenz, Der Lehrgang richtet sich insbesondere an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die ihre Expertise im Bereich Litigation, Dispute Resolution und Wirtschaftsrecht ausbauen, ihr Beratungsportfolio erweitern und sich als kompetente Ansprechpartner für Schiedsverfahren positionieren möchten. Mit dem Westerham Management Training der IHK Akademie München und Oberbayern erhalten Sie einen praxisorientierten Einblick in die moderne Schiedsgerichtsbarkeit und schaffen die Grundlage für eine Tätigkeit in diesem anspruchsvollen und zukunftsrelevanten Rechtsgebiet. Erweitern Sie Ihre anwaltliche Expertise um die Qualifikation „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“. Rahmendaten: Für Solo-Selbstständige ist eine Förderung über das KOMPASS-Programm (ESF Plus) möglich – mit Zuschüssen von bis zu 4.500 € bzw. bis zu 90 % der Kosten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung.

Fotoimpressionen zur SGH-Veranstaltung: „Streitbeilegung für Unternehmen im Wandel – zwischen Commercial Courts und Schiedsgerichtsbarkeit“ – 22. Juni 2026 in Berlin|DIHK

Am 22. Juni 2026 kamen auf Einladung des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Justiz und Wirtschaft in Berlin zusammen und sprachen über die Zukunft der Konfliktlösung für Unternehmen.  Unser Dank gilt allen, die mit uns diskutiert und wertvolle Perspektiven eingebracht haben. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Streitbeilegungssystems liegt. Streitbeilegung darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist Teil einer modernen Wirtschaftsordnung – und ein zentraler Faktor für die Stärkung des Justiz- und Streitbeilegungsstandorts Deutschland. Unternehmen brauchen Verfahren, die schnell, verlässlich, wirtschaftlich sinnvoll und international anschlussfähig sind. Staatliche Justiz – insbesondere Commercial Courts und Commercial Chambers, Schiedsgerichtsbarkeit, Mediation und digitale Instrumente entwickeln sich parallel weiter – und reagieren auf vergleichbare Erwartungen der Wirtschaft. Entscheidend ist daher, dass wir diese Instrumente nicht gegeneinander stellen, sondern ihre jeweiligen Stärken gezielt nutzen und gemeinsam weiterentwickeln. Genau hier setzt der SGH an – als wirtschaftsnahes Angebot, das Unternehmen Orientierung bietet und praxisnahe Lösungen entwickelt.

DIHK veröffentlicht „Thema der Woche“ zu internationaler Streitbeilegung

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat ein aktuelles „Thema der Woche“ zur effizienten Streitbeilegung im grenzüberschreitenden Handel veröffentlicht. Der Beitrag beleuchtet die Vorteile der Schiedsgerichtsbarkeit im internationalen Geschäftsverkehr und stellt den Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) als bundesweit einheitliches und international vernetztes Angebot der IHK-Organisation vor. Zugleich unterstreicht die DIHK den rechtspolitischen Handlungsbedarf: Vor dem Hintergrund internationaler Wettbewerbsbedingungen ist es entscheidend, die vom BMJV vorgeschlagene Reform des Schiedsverfahrensrechts zeitnah zum Abschluss zu bringen. In diesem Zusammenhang sollte auch klargestellt werden, dass Unternehmen im grenzüberschreitenden Handel die vertragliche Freiheit haben, die strengen gesetzlichen Vorschriften zur Kontrolle Allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGB) abzuwählen, während sie das deutsche Recht im Übrigen beibehalten können. So bleibt deutsches Recht im internationalen Vergleich attraktiv und wettbewerbsfähig. Den vollständigen Beitrag finden Sie hier: Internationale Geschäfte, grenzüberschreitende Konflikte und der Schiedsgerichtshof bei der DIHK

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit – Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Die IHK Akademie München und Oberbayern startet am 19. September 2026 erstmals den achttägigen Zertifikatslehrgang „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten (IHK)”. Das Curriculum des Lehrgangs wurde von Expertinnen und Experten des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH) entwickelt. Der Lehrgang richtet sich an Juristinnen und Juristen sowie erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die Schiedsverfahren künftig führen, begleiten oder aus Unternehmenssicht steuern möchten. Angesprochen sind damit insbesondere– angehende und tätige Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter,– Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte als Parteivertreter,– Inhousejuristinnen und Inhousejuristen, die Schiedsverfahren in Unternehmen verantworten oder begleiten, sowie– Sachverständige mit technischer oder wirtschaftlicher Expertise, die bei technisch geprägten Streitigkeiten als beisitzende Schiedsrichter in Betracht kommen. Der Lehrgang vermittelt kompakt und praxisnah die rechtlichen Grundlagen des Schiedsverfahrens, strategische Aspekte der Verfahrensführung sowie kommunikative Kompetenzen für den professionellen Umgang mit komplexen wirtschaftsrechtlichen und technisch geprägten Streitigkeiten. Nach erfolgreichem Abschluss und bestandenem Praxistest erhalten die Teilnehmenden ein IHK-Zertifikat, mit dem sie ihre besondere Qualifikation im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit nachweisen können. Der Zertifikatslehrgang leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Professionalisierung von Schiedsverfahren und zur Stärkung schiedsrechtlicher Expertise in Unternehmen und Kanzleien. Nähere Informationen zu dem Zertifikatslehrgang und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:  Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK | IHK Akademie

Referentenentwurf zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts – Fachkonsultation gestartet

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 27. Januar 2026 den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des deutschen Schiedsverfahrensrechts vorgelegt, nachdem ein entsprechender Entwurf in der vergangenen Legislaturperiode der Diskontinuität anheimgefallen war, und die Fachkreise und Verbände zur Stellungnahme bis zum 27. Februar 2026 eingeladen. Ziel des Entwurfs ist es, den Streitbeilegungsstandort Deutschland zu stärken und die Attraktivität Deutschlands als Austragungsort nationaler und internationaler Schiedsverfahren weiter zu erhöhen. Vorgesehen sind unter anderem erleichterte und technologieoffene Formerfordernisse für Schiedsvereinbarungen, die ausdrückliche Zulassung von Videoschiedsverhandlungen, die Möglichkeit elektronischer Schiedssprüche mit qualifizierter elektronischer Signatur sowie Erleichterungen beim Umgang mit englischsprachigen Dokumenten in gerichtlichen Verfahren. Zudem sollen Transparenz und Rechtsfortbildung durch die Möglichkeit der Veröffentlichung von Schiedssprüchen mit Zustimmung der Parteien gefördert, Sondervoten klargestellt und ein außerordentlicher Rechtsbehelf in Form eines Restitutionsantrags eingeführt werden. Der SGH begrüßt die Zielrichtung des Referentenentwurfs und beabsichtigt, sich aktiv an der Konsultation zu beteiligen. Der Referentenentwurf sowie eine Synopse der geplanten Änderungen sind auf der Internetseite des Bundesministeriums abrufbar: BMJV – Gesetzgebung – Gesetz zur zur Modernisierung des Schiedsverfahrensrechts

DIHK-Podcast: Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte

In der aktuellen Folge des Podcasts „WirtschaftsWissen“ der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) steht der Schiedsgerichtshof im Fokus. Unter dem Titel „Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte“ wird erläutert, wie Schiedsverfahren Unternehmen eine effiziente, vertrauliche und praxisnahe Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit bieten können. Der Podcast gibt Einblicke in Entstehung, Aufgaben und Besonderheiten des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK. Zugleich wird aufgezeigt, in welchen Konstellationen Schiedsverfahren für Unternehmen sinnvoll sein können – etwa bei komplexen wirtschaftlichen Streitigkeiten oder in laufenden Geschäftsbeziehungen, in denen eine schnelle, vertrauliche und verlässliche Klärung besonders wichtig ist. Der Beitrag richtet sich an alle, die sich einen kompakten Überblick über die Möglichkeiten moderner, wirtschaftsnaher Streitbeilegung im Wege der Schiedsgerichtsbarkeit verschaffen möchten. Zum Podcast: Der Schiedsgerichtshof – faire Lösungen für Wirtschaftskonflikte

Neue Informationsbroschüre zum Schiedsgerichtshof bei der DIHK

Der Schiedsgerichtshof bei der DIHK (SGH) hat eine neue Informationsbroschüre veröffentlicht, in der das bundesweit einheitliche Schiedsangebot der IHK-Organisation vorgestellt wird. Die Broschüre gibt einen kompakten Überblick über Aufbau und Arbeitsweise des SGH und erläutert, wie SGH-Verfahren organisatorisch und technisch durchgeführt werden. Der Ablauf eines SGH-Schiedsverfahrens – von der Schiedsvereinbarung bis zum Schiedsspruch – wird dabei übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt. Darüber hinaus werden zentrale Elemente der SGH-Schiedsordnung erläutert, darunter die digitale Verfahrensführung über die Verfahrensmanagementplattform (VMP), die eine strukturierte, papierlose und ortsunabhängige Abwicklung der Verfahren ermöglicht, die vorgesehenen Zeitrahmen, der Einsatz von Videoverhandlungen sowie die Möglichkeit, Schiedsverfahren mit Mediation zu verbinden. Die Broschüre richtet sich an Unternehmen, In-house-Juristinnen und -Juristen sowie an beratende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die sich über das Schiedsverfahren beim SGH informieren möchten. Die Broschüre steht hier zum Download bereit.

SGH bei IRZ-Fachtagung in Armenien vertreten

Am 5. und 6. Dezember 2025 fand in Eriwan eine Fachtagung der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) gemeinsam mit dem Deutschen Wirtschaftsverband Armenien (DWV) statt. Im Mittelpunkt standen Fragen der internationalen Streitbeilegung, der Gestaltung von Export- und Importverträgen sowie des Investitionsschutzes. Teilgenommen haben unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des armenischen Justizministeriums, der Handels- und Industriekammer, der Anwaltskammer sowie Mitgliedsunternehmen des DWV. Der SGH wurde durch seinen Geschäftsführer Dr. Christian Groß vertreten. In seinem Vortrag stellte er Grundzüge der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit vor, ging auf die Abgrenzung zu anderen ADR-Verfahren, die Gestaltung von Schiedsklauseln, institutionelle und ad-hoc-Verfahren, Vollstreckungsfragen, Beweisaufnahme und digitale Verfahrensführung ein und erläuterte anschließend die Schiedsordnung des SGH. Die Beteiligung des SGH bot der armenischen Seite die Möglichkeit, Einblicke in aktuelle Entwicklungen der institutionellen Streitbeilegung in Deutschland zu gewinnen. Die Veranstaltung unterstützt damit den weiteren Austausch zu Fragen moderner wirtschaftsrechtlicher Verfahren und stärkt den fachlichen-juristischen Dialog zwischen den beiden Ländern.

Prof. Dr. Reinhard Greger – DIHK eröffnet neue Wege zur Beilegung von Wirtschaftskonflikten

Prof. Dr. Reinhard Greger hat in der MDR 2025 (R29-R32) einen Beitrag über die neuen Wege zur Beilegung von Wirtschaftskonflikten durch den Schiedsgerichtshof (SGH) veröffentlicht. Der Artikel beleuchtet das SGH- Schiedsgerichtsverfahren, das Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene eine effiziente, transparente und kostengünstige Alternative zu traditionellen Gerichtsverfahren bietet. Prof. Dr. Greger erklärt: „Das Verfahren des SGH könnte einen Vorreiter für eine grundlegende Reform des Zivilprozesses darstellen und damit neue Maßstäbe für die Streitbeilegung setzen.“ Besonders betont wird die Flexibilität des Verfahrens, das sowohl bei niedrigeren Streitwerten als auch bei komplexeren Fällen eingesetzt werden kann. Weitere Details zur Funktionsweise und den Vorteilen dieses neuen Verfahrens finden Sie im vollständigen Beitrag – Quelle: Greger, Monatsschrift für Deutsches Recht (MDR) 2025, R29-R32. Informationen zu Prof. Dr. Reinhard Greger finden Sie auf seiner Website.