Schiedsgerichtshof

Streitbeilegung

Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK

Neuer Zertifikatslehrgang zur Schiedsgerichtsbarkeit: Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK – Start: 19. September 2026

Informieren Sie sich unverbindlich im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung am 17. Juli 2026, 12:30 Uhr (Zoom) Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://www.ihk-akademie-muenchen.de/wirtschaftsmediation/schiedsrichter-wirtschaftsstreitigkeiten/ Erweitern Sie Ihr anwaltliches Profil um eine gefragte Kompetenz im Bereich der außergerichtlichen Streitbeilegung. Schiedsverfahren sind ein zentraler Bestandteil moderner Streitbeilegung. Unternehmen erwarten effiziente, vertrauliche und international anschlussfähige Lösungen. Für Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen bedeutet das: Wer Schiedsverfahren professionell führen oder begleiten möchte, benötigt fundiertes Verfahrenswissen und praktische Erfahrung. Die inhaltliche Ausrichtung des Lehrgangs basiert auf der Expertise erfahrener Praktikerinnen und Praktiker des Schiedsgerichtshofs bei der DIHK (SGH). Der Zertifikatslehrgang „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“ vermittelt Ihnen fundiertes Praxiswissen für die Begleitung und Durchführung von Schiedsverfahren. Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in den wesentlichen rechtlichen und strategischen Aspekten der Schiedsgerichtsbarkeit und erwerben die Kompetenz, Der Lehrgang richtet sich insbesondere an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die ihre Expertise im Bereich Litigation, Dispute Resolution und Wirtschaftsrecht ausbauen, ihr Beratungsportfolio erweitern und sich als kompetente Ansprechpartner für Schiedsverfahren positionieren möchten. Mit dem Westerham Management Training der IHK Akademie München und Oberbayern erhalten Sie einen praxisorientierten Einblick in die moderne Schiedsgerichtsbarkeit und schaffen die Grundlage für eine Tätigkeit in diesem anspruchsvollen und zukunftsrelevanten Rechtsgebiet. Erweitern Sie Ihre anwaltliche Expertise um die Qualifikation „Schiedsrichter/-in für Wirtschaftsstreitigkeiten IHK“. Rahmendaten: Für Solo-Selbstständige ist eine Förderung über das KOMPASS-Programm (ESF Plus) möglich – mit Zuschüssen von bis zu 4.500 € bzw. bis zu 90 % der Kosten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung.

Fotoimpressionen zur SGH-Veranstaltung: „Streitbeilegung für Unternehmen im Wandel – zwischen Commercial Courts und Schiedsgerichtsbarkeit“ – 22. Juni 2026 in Berlin|DIHK

Am 22. Juni 2026 kamen auf Einladung des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Justiz und Wirtschaft in Berlin zusammen und sprachen über die Zukunft der Konfliktlösung für Unternehmen.  Unser Dank gilt allen, die mit uns diskutiert und wertvolle Perspektiven eingebracht haben. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in der gemeinsamen Weiterentwicklung unseres Streitbeilegungssystems liegt. Streitbeilegung darf nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist Teil einer modernen Wirtschaftsordnung – und ein zentraler Faktor für die Stärkung des Justiz- und Streitbeilegungsstandorts Deutschland. Unternehmen brauchen Verfahren, die schnell, verlässlich, wirtschaftlich sinnvoll und international anschlussfähig sind. Staatliche Justiz – insbesondere Commercial Courts und Commercial Chambers, Schiedsgerichtsbarkeit, Mediation und digitale Instrumente entwickeln sich parallel weiter – und reagieren auf vergleichbare Erwartungen der Wirtschaft. Entscheidend ist daher, dass wir diese Instrumente nicht gegeneinander stellen, sondern ihre jeweiligen Stärken gezielt nutzen und gemeinsam weiterentwickeln. Genau hier setzt der SGH an – als wirtschaftsnahes Angebot, das Unternehmen Orientierung bietet und praxisnahe Lösungen entwickelt.

Standortfaktor Streitbeilegung: Prof. Dr. Stephan Wernicke im Interview mit der NJW

In einem Interview mit der NJW erläutert Stephan Wernicke, Chefjustiziar der DIHK und Vorsitzender des SGH, dass Deutschland sein Potenzial als Schiedsstandort bisher nicht voll ausschöpfe. Der neu geschaffene DIHK-Schiedsgerichtshof (SGH) solle insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine schnelle und wirtschaftsnahe Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit bieten. Wernicke hebt hervor, dass die geplanten Commercial Courts auf komplexe Wirtschaftsstreitigkeiten mit hohen Streitwerten ausgerichtet seien. Der SGH biete hingegen eine flexiblere und vertraulichere Lösung für Streitwerte aller Größenordnungen. Zugleich könnten Unternehmen Schiedsrichter, Verfahrenssprache und Verhandlungsort selbst bestimmen. Zudem ermögliche der SGH ein digitales und effizientes Verfahren, das sich besonders für international tätige Firmen eigne. Schiedssprüche seien auch anders als Urteile der Commercial Courts nahezu weltweit vollstreckbar. Der DIHK-Schiedsgerichtshof solle dazu beitragen, Deutschland als attraktiven Standort für wirtschaftsnahe Streitbeilegung zu stärken. Wernicke sehe darin einen wichtigen Schritt, um Unternehmen eine effiziente Alternative zu langwierigen Gerichtsverfahren zu bieten. Zum vollständigen Interview: beck-aktuell (Tobias Freudenberg)